
7. Januar
Ali Mohammadi
Ali war ein fröhlicher, herzlicher und sehr geselliger junger Mann. Er bewunderte die Pahlavi-Familie, war ein leidenschaftlicher Anhänger des Fußballvereins Persepolis und liebte klassische VW Käfer. Sein größter Wunsch war es, Menschen zusammenzubringen. Deshalb eröffnete er ein Café – einen Ort, an dem Freunde und Gäste miteinander ins Gespräch kommen konnten. Das Café hatte er erst drei Monate zuvor eröffnet. Er blickte voller Hoffnung in die Zukunft und glaubte daran, dass Iran eines Tages wieder eine Zeit der Stärke, Würde und des Wohlstands erleben würde.
- Alter
- 43
- Stadt
- Mehrshahr, Karaj
- Datum
- 2026-01-08
- Alle Status
- Familienbericht
Lebensgeschichte
Ali war ein fröhlicher, herzlicher und sehr geselliger junger Mann. Er bewunderte die Pahlavi-Familie, war ein leidenschaftlicher Anhänger des Fußballvereins Persepolis und liebte klassische VW Käfer. Sein größter Wunsch war es, Menschen zusammenzubringen. Deshalb eröffnete er ein Café – einen Ort, an dem Freunde und Gäste miteinander ins Gespräch kommen konnten. Das Café hatte er erst drei Monate zuvor eröffnet. Er blickte voller Hoffnung in die Zukunft und glaubte daran, dass Iran eines Tages wieder eine Zeit der Stärke, Würde und des Wohlstands erleben würde.
Zusammenfassung
Am 18. Dey veröffentlichte Ali zwei Beiträge in den sozialen Medien, in denen er andere dazu aufrief, sich der Demonstration anzuschließen. Danach verließ er das Haus. Nach dem Bericht seiner Familie wurde er in Mehrschahr bei Karadsch, wo er lebte und arbeitete, aus etwa zwei Metern Entfernung von hinten beschossen. Drei scharfe Kugeln trafen seinen Kopf und sein Herz, und er starb sofort auf der Straße. Er wurde am 20. Dey in einem Dorf der Provinz Markazi beigesetzt. Nach Angaben seiner Familie und entsprechend seinem letzten Wunsch fand die Beisetzung mit Alis eigener Löwen-und-Sonne-Flagge statt, während die Trauergäste „Javid Shah“ riefen. Ali hatte sich gewünscht, neben seinem Vater auf dem Friedhof Behesht-e Sekineh in Karadsch beerdigt zu werden. Sein Vater war erst zehn Monate zuvor verstorben. Nach Angaben seiner Familie wurde dieser Wunsch jedoch nicht erfüllt.
Gedenkerzahlung
„Freiheit hat ihren Preis, und jeder von uns muss seinen eigenen Anteil daran tragen.“ Mit Beginn des zwölftägigen Krieges brach Ali seine Reise in den Norden Irans sofort ab und kehrte nach Karadsch zurück. Nach diesem Bericht wartete er auf einen Aufruf des politischen Anführers, den er unterstützte. Er sagte: „Ich bin bereit, dass eine Bombe auf mein Haus und auf meinen eigenen Kopf fällt – wenn nur diese Regierung verschwindet.“