
8. Januar
Behnam Amirafshari
Behnam Amirafshari wurde am 26. Oktober 1985 in Karadsch geboren und wuchs im Stadtteil Mehrshahr auf. Im Jahr 2010 zog er nach Andisheh im Landkreis Shahriar. Später eröffnete er ein Fleisch- und Proteinfachgeschäft am Imam-Reza-Boulevard in Fardis. Behnam war verheiratet und Vater von zwei Söhnen im Alter von 17 und 11 Jahren. Seine Familie und Freunde beschrieben ihn als freundlichen, fröhlichen, energiegeladenen und geselligen Menschen.
- Alter
- 40
- Stadt
- Fardis
- Datum
- 2026-03-21
- Alle Status
- Gepruft
Lebensgeschichte
Behnam Amirafshari wurde am 26. Oktober 1985 in Karadsch geboren und wuchs im Stadtteil Mehrshahr auf. Im Jahr 2010 zog er nach Andisheh im Landkreis Shahriar. Später eröffnete er ein Fleisch- und Proteinfachgeschäft am Imam-Reza-Boulevard in Fardis. Behnam war verheiratet und Vater von zwei Söhnen im Alter von 17 und 11 Jahren. Seine Familie und Freunde beschrieben ihn als freundlichen, fröhlichen, energiegeladenen und geselligen Menschen.
Zusammenfassung
Am Abend des 8. Januar 2026 gegen 20:15 Uhr wurde Behnam Amirafshari von einer scharfen Kugel getroffen, die Berichten zufolge vom Dach eines unfertigen Gebäudes abgefeuert wurde. Das Projektil traf die linke Seite seines Bauches und zerstörte die Hauptschlagadern bis zu seinem rechten Bein. Seine Angehörigen brachten ihn umgehend in das Sardar-Soleimani-Krankenhaus an der Malard-Straße. Nach Angaben der Familie war dort kein Gefäßchirurg verfügbar, weshalb sein rechtes Bein amputiert wurde. Gleichzeitig wurde der Familie zunächst nicht erlaubt, ihn nach Teheran zu verlegen. Am nächsten Morgen verschlechterte sich sein Zustand erheblich. Daraufhin wurde der Familie schließlich gestattet, ihn nach Teheran zu bringen, wo er zunächst in das Omid-Krankenhaus eingeliefert wurde. Dort stellten die Ärzte fest, dass sein Bein bereits schwarz geworden war und nicht mehr gerettet werden konnte. Anschließend wurde er in das Taleghani-Krankenhaus in Velenjak verlegt. 24 Stunden später wurde sein rechtes Bein oberhalb des Oberschenkels amputiert. Am darauffolgenden Tag wurde er erneut operiert, um die Kugel zu entfernen, die 36 Stunden lang in seinem Becken verblieben war. Behnam verbrachte 72 Tage unter schweren Schmerzen und großem Leid im Krankenhaus. Seine Bauch- und Beinverletzungen infizierten sich schwer, er verlor beinahe seine Sprachfähigkeit, erlitt Nierenversagen, musste dialysiert werden und litt unter starken Blutungen. Trotz all dieser Leiden sagte er immer wieder: „Ich werde gesund. Ich werde auch mit nur einem Bein nach Hause zurückkehren.“ Er verlor niemals seine Hoffnung und sprach ständig vom Tag der Freiheit. Er sagte: „Es macht nichts, dass ich mein Bein verloren habe. Hauptsache, dieses Regime stürzt. Auch mit einem Bein kann man leben.“ Nach 72 äußerst schweren Tagen entließen ihn die Ärzte, obwohl seine Ehefrau entschieden dagegen war. Behnam selbst hielt den Krankenhausaufenthalt nicht länger aus und wollte den Jahreswechsel mit seiner Frau und seinen Kindern verbringen. Am 19. März 2026 kehrte er um 16:00 Uhr nach Hause zurück. Er überlebte dort jedoch nur drei Stunden und starb um 19:00 Uhr in den Armen seiner Ehefrau an den Folgen einer Lungenembolie. Zunächst sollte er auf dem Behesht-e-Sakineh-Friedhof beigesetzt werden. Nach Angaben der Familie erklärten die Behörden jedoch, dies sei nur möglich, wenn die Familie ihn offiziell als „Märtyrer“ anerkenne. Seine Ehefrau lehnte dies entschieden ab. Schließlich wurde Behnam Amirafshari unter strenger Überwachung der Sicherheitskräfte auf dem Behesht-e-Rezvan-Friedhof im Ort Kahanz, Shahriar, Abteilung 20, beigesetzt.
Gedenkerzahlung
Behnam Amirafshari war weit mehr als nur ein Name; er war ein Sinnbild für Standhaftigkeit, Würde und die Liebe zu seinen Überzeugungen. Er ertrug unermessliche Schmerzen und schweres Leid, doch nichts konnte die Größe seines Geistes brechen. Die Wunden an seinem Körper und seiner Seele bedeuteten zwar das Ende seines irdischen Lebens, zugleich aber auch den Beginn der Unsterblichkeit seines Namens. Jedes Mal, wenn heute sein Name ausgesprochen wird, lebt die Erinnerung an einen freien und aufrechten Menschen wieder auf – einen Menschen, der großes Leid ertrug und dennoch seine Würde bewahrte. Sein Andenken wird in den Herzen seiner Angehörigen für immer weiterleben. Denn Menschen, die mit Ehre leben und mit Würde aus dem Leben scheiden, werden niemals vergessen. Unsterblichkeit gehört jenen, die der Wahrheit mit dem Preis ihres eigenen Lebens Bedeutung verleihen. Möge der Name und die Erinnerung an Behnam Amirafshari für immer lebendig und geehrt bleiben.